Diagnostik und Behandlung des Dysgrammatismus

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Diagnostik und Behandlung des Dysgrammatismus

Dozent/-in
Beginn
9. Mai 2026 10:00
Ende
10. Mai 2026 17:15
Veranstaltungsort
Marsstraße 22, München, Deutschland   Auf der Karte ansehen
Fortbildungspunkte
17

335,00 

16 vorrätig

Teilnehmername

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Vorfreude ist die schönste Freude :)

Zeitplan

Samstag, 09.05.2026; 10:00-18:00 Uhr

Sonntag, 10.05.2026; 10:00-17:15 Uhr

Beschreibung der Fortbildung

Seminarbeschreibung

Die Fortbildung gliedert sich inhaltlich in theoretische Grundlagen, Diagnostik und Behandlung von Kindern mit grammatikalischen Defiziten. Ziel ist es, eine systematische Analyse der grammatischen Fähigkeiten von sprachentwicklungsgestörten Kindern durchzuführen und eine differenzierte Diagnose zu stellen. Auf dieser Basis treffen Sie sprachtherapeutische Entscheidungsprozesse, die die Grundlage für eine strukturierte sprachtherapeutische Behandlung darstellen. Hierbei vermittelt die Dozentin neueste wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Grammatik und bespricht mit Ihnen deren Umsetzung in Ihrer täglichen Praxis.

Der ersten Teil der Fortbildung klärt Definitionen zum Dysgrammatismus und vermittelt aktuelle Erkenntnisse zum regulären und gestörten Grammatikerwerb.

Im zweiten Teil gibt die Dozentin einen Überblick über verschiedene Diagnostikverfahren (Patholinguistische Diagnosik nach Kauschke & Siegmüller, die Profilanalyse nach Clahsen, COPROF nach Clahsen und Hansen, ESGRAF 4-8 nach Motsch & Rietz und erörtert mit Ihnen deren Vor- und Nachteile. Mit ESGRAF4-8 entwickelte Motsch ein innovatives, handbares Diagnoseverfahren zur Datenerhebung und Auswertung für den Praktiker. Der Grammatiktest ESGRAF 4-8 ist standardisiert und normiert ist für die Gruppe der 4;0-8;11 jährigen Kinder (Motsch & Rietz 2016). An Fallbeispielen aus der Praxis üben Sie die Auswertung der sprachlichen Daten und die Ableitung von förderrelevanten Therapiezielen mittels ESGRAF-4-8.

Im dritten Teil erläutert die Dozentin anhand praktischer Beispiele den entwicklungsproximalen Behandlungsansatz nach Dannenbauer und den Ansatz der Kontextoptimierung nach Motsch. Bezugsrahmen für die Ableitung der Lernziele ist hierbei die Kindersprache in ihren verschiedenen Erwerbsphasen und Übergangsgrammatiken. Im Zentrum der Behandlung steht die systematische Vermittlung ausgewählter sprachlicher Strukturen und grammatikalischer Merkmale. Die angezielten Strukturen werden dem Kind in prägnanter, hochfrequenter Weise und in kindgerechten Spielsituationen präsentiert.

Abschließend stellt die Dozentin Spielideen für die verschiedenen förderrelevanten Bereiche (u.a. Genus, Numerus, Kasus, Verbflexion/Verbstellung, komplexe Syntax/Nebensätze) vor. Anhand der eingangs besprochenen Fälle üben Sie in Kleingruppen die Ableitung von Therapiezielen, die Festlegung von Behandlungsinhalten und die Durchführung der Behandlung. Spielideen und Methoden werden mittels Videobeispielen veranschaulicht. Des Weiteren werden der PLAN-Ansatz nach Siegmüller, der Triggeransatz nach Dohrs, der Ansatz der grammatischen Minimalpaare nach Schlag sowie der Prosodieansatz nach Penner kurz vorgestellt.

Seminarinhalte

  • Vermittlung theoretischer Grundlagen (u.a. Grammatikerwerb)
  • Durchführung und Auswertung des Grammatiktest ESGRAF 4-8 (Motsch & Rietz 2016)
  • Vermittlung von Behandlungsansätzen zum Dysgrammatismus

Zusätzliche Informationen

Seminarzeiten

09.05.2026-10.05.2026