Beschreibung der Fortbildung
Seminarbeschreibung
In dieser Fortbildung schauen wir gemeinsam aus gesundheitspsychologischer Perspektive auf eines der wichtigsten Handwerkszeuge in der Therapie: die Kommunikation. Sie begleitet unseren therapeutischen Alltag ständig und hat großen Einfluss darauf, wie gut Patient:innen und Angehörige im Therapieprozess mitgehen und wie leicht oder anstrengend sich unsere eigene Arbeit anfühlt.
Wir beschäftigen uns mit zentralen Aspekten gesunder Kommunikation und gehen der Frage nach, wie Kommunikation Therapieprozesse gezielt unterstützen kann und wo sie sie ungewollt erschwert. Themen wie Motivation und Veränderungsbereitschaft stehen dabei im Fokus. Aus psychologischer Sicht schauen wir darauf, wie Kommunikation die Umsetzung gesundheitsfördernder Verhaltensweisen begünstigen kann, zum Beispiel regelmäßiges Erscheinen zur Therapie, das Durchführen häuslicher Übungen oder das Einhalten empfohlener Maßnahmen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer tragfähigen Kommunikationsbasis. Wir beschäftigen uns mit Beziehungsaufbau, Rollen und Kommunikationsasymmetrien im therapeutischen Kontext. Auch herausfordernde Situationen haben ihren Platz. Widerstand, Frustration, Überforderung oder Missverständnisse werden nicht nur beschrieben, sondern anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag gemeinsam analysiert. Wir fragen uns, wie solche Situationen frühzeitig erkannt werden können, wie man ihnen kommunikativ gesund begegnet und wie sie sich im besten Fall in therapieunterstützende Momente verwandeln lassen.
Die Fortbildung ist klar praxisorientiert. Theoretische Impulse aus der Gesundheitspsychologie und Gesundheitskommunikation liefern das nötige Hintergrundwissen. Danach geht es direkt ins Ausprobieren, Reflektieren und Anwenden.
Seminarinhalte
- Gesundheitspsychologische Grundlagen von gesunder und wirksamer Kommunikation, Motivation und Verhalten
- Einfluss von Kommunikation auf Motivation, Veränderungsbereitschaft und Transferleistungen
- Kommunikationsstrategien zur Förderung gesundheitsfördernder Verhaltensweisen im Therapiealltag
- Beziehungsaufbau im therapeutischen Kontext
- Rollenverständnis und Umgang mit Kommunikationsasymmetrien zwischen Therapeut:innen, Patient:innen und Angehörigen
- Erkennen, Analysieren und Verstehen herausfordernder Kommunikationssituationen
- Kommunikativ gesunder Umgang mit herausfordernden Kommunikationssituationen
- Praxisorientierte Anwendung durch Fallbeispiele, Reflexion und Übungen
