Diagnostik und Behandlung am Krankenbett – Sprachtherapie auf der Stroke Unit und im Akutkrankenhaus

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Diagnostik und Behandlung am Krankenbett – Sprachtherapie auf der Stroke Unit und im Akutkrankenhaus

Dozent/-in
Beginn
13. März 2021 9:30
Ende
13. März 2021 17:00
Veranstaltungsort
Marsstraße 22, München, Deutschland   Auf der Karte ansehen
Fortbildungspunkte:
8

160,00 

Vorfreude ist die schönste Freude :)

Zeitplan

Samstag: 9:30 -17 Uhr

Beschreibung der Fortbildung

Die Beschäftigung von Sprachtherapeut*innen in Akutkrankenhäusern nimmt zu. Auch kleinere städtischen Kliniken haben zertifizierte Stroke Units oder Schlaganfallstationen. Aber die Sprachtherapeut*in wird nicht nur zu den neurologischen Patienten gerufen, wenn sie einmal im Haus ist, sondern auch auf die gastroenterologische, chirurgische oder onkologische Station. Dabei geht es meistens um die Abklärung von Schluckstörungen, die eine schnelle Entscheidung über Oralisierung oder weitere Diagnostik erfordern.

Die Arbeit mit Patienten im Akutkrankenhaus und auf der Stroke Unit erfordert Flexibilität, Improvisationstalent, schnelle Entscheidungsfähigkeit und großes Einfühlungsvermögen. Die Patienten werden direkt am Krankenbett untersucht und behandelt, sie sind oft nur kurz belastbar oder die Behandlung wird durch Untersuchungen unterbrochen. Dabei steht die Erkennung von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen im Vordergrund. Aufgrund der Fluktuation der Symptome in den ersten Stunden und Tagen nach Schlaganfall muss die Sprachtherapeut*in jeden Tag neu evaluieren. Häufig überlagern neuropsychologische Begleitstörungen sowie die motorischen und sensiblen Einschränkungen die reibungslose sprachtherapeutische Diagnostik und Behandlung.

Im Seminar geht es um die Arbeitsweise im Akutkrankenhaus mit Stroke Unit: Was sind typische Anzeichen für eine akute Aphasie, Dysarthrie oder Dysphagie? Handelt es sich um eine Sprach- oder eine Sprechstörung? Welche Begleitsymptome begegnen mir bei akuten neurologischen Patienten? Welche Screening-Möglichkeiten helfen bei der Diagnostik, wenn noch keine standardisierte Testung durchführbar ist? Welche Behandlungsmöglichkeiten sind sinnvoll in den ersten Tagen nach Schlaganfall? Wie treffe ich Entscheidungen über Oralisierung oder Non-Oralisierung?

Neben einem theoretischen Block über für die Sprachtherapeut*in relevantes medizinisches Wissen, werden Screenings, Aufnahmebefunde, Abläufe und Entscheidungspfade vorgestellt, die die zügige Abklärung von neurologischen und nicht-neurologischen Störungen umfassen und unterstützen.

Die Teilnehmer*innen sollen in die Lage versetzt werden, ohne Scheu an akut erkrankte Patienten heranzugehen, ihre sprachtherapeutische Expertise einsetzen zu lernen, auch um den Patienten in nur kurzer Zeit die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.