Beschreibung der Fortbildung
Seminarbeschreibung
Fokus: Einführung in sprachtherapeutisch relevante Funktionseinflüsse von
Medikation, keine pharmakologische Therapieempfehlungen!
Medikamente beeinflussen bei neurologischen Patient:innen zahlreiche Funktionen, die für sprachtherapeutische Diagnostik und Therapie relevant sind, darunter Aufmerksamkeit, Wachheit, Initiation und kognitive Belastbarkeit. Der Workshop beleuchtet, wie sich medikamentöse Behandlungen im neurologischen Alltag auf sprachtherapeutische Prozesse auswirken können, darunter bei Aphasie, aber auch in weiteren neurogenen Störungsbildern wie Dysarthrie, Dysphagie oder Morbus Parkinson.
Ein Bereich thematisiert die Einordnung von Medikamenten, deren mögliche Effekte auf Sprache, Kognition oder Schlucken wissenschaftlich untersucht wurden. Dabei wird ausdrücklich dargestellt, dass keine spezifisch für sprachtherapeutische Störungsbilder zugelassene medikamentöse Therapien existieren und die bisherige Evidenz zu pharmakologischen Unterstützungsansätzen begrenzt sowie teils widersprüchlich ist. Besprochen werden unter anderem Studien zu Antidepressiva (z.B. SSRI), dopaminergen Substanzen und cholinergen Medikamenten (z. B.Donepezil).
Des Weiteren wird erläutert, wie Sprachtherapeut:innen medikationsbedingte
Veränderungen im Therapieverlauf beobachten, dokumentieren und im
interdisziplinären Kontext professionell kommunizieren können; etwa im Hinblick auf Belastbarkeit, Vigilanz, Therapiefenster oder funktionale Leistungsschwankungen. Ein zentrales Anliegen des Workshops ist die Stärkung professioneller Vorgehensweisen bei der Beobachtung und Einordnung, nicht die Ableitung pharmakologischer Empfehlungen.
Der Workshop vermittelt keine pharmakotherapeutische Beratung, keine vollständige Übersicht neurologischer Medikation und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Bewertung von Medikamenten. Er dient der ersten Einführung in alltagsrelevante Bereiche für Sprachtherapeut:innen, v.a. für Berufsanfänger:innen.
Seminarinhalte
- Medikamentöse Einflussfaktoren auf therapierelevante Funktionen
- Einordnung pharmakologischer Studien im Zusammenhang mit Aphasie und weiteren neurologischen Störungsbildern
- Funktionale Beobachtung, strukturierte Dokumentation und interdisziplinäre Kommunikation
Wie funktioniert das Online-Seminar technisch?
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